Sommerfest / Jubiläumsfeier 2005 - „A Fistful of Datas“ auf der Danubia

Freitag, 19. August 2005

 


Autor: Lieutenant Blech


 


Bericht über die Feierlichkeiten zum 5. Jahrestag des Stapellaufs der USS Danubia

Holodeck-Event „Wilder Westen“





Das Simulationsszenario für die öffentlichen Feierlichkeiten auf dem Holodeck des Schiffes sah eine Auseinandersetzung mit den Lebensbedingungen auf Terra im Amerika des 19. Jahrhundert vor, genauer gesagt mit dem sog. „Wilden Westen“. 

Das Programm stellte eine zeittypische Lokalität, einen sog. „Saloon“ dar, nebst Unterbringungsmöglichkeiten wie Zelten und einem Hotel. Belebt wurde die Szenerie durch einige Holodeckfiguren in der Epoche angehörender Kleidung, z. B. einen Barkeeper. Unterkünfte, Nahrungszubereitung und Unterhaltungsprogramm waren ebenfalls auf diese Zeitstufe ausgerichtet. Die Wetterbedingungen waren eigentlich auf einen typischen terranischen Spätsommertag eingestellt, aber leider kam es aufgrund technischer Fehler (oder der Absicht des Programmierers?) immer wieder zu teilweisem Versagen der Kontrolleinheiten, so dass die Umweltparameter um so realistischer ausfielen.



Die Vorbereitungen begannen Sternzeit 190805:1500. Nach einigen Veränderungen an der Simulation konnten alle Crewmitglieder zufrieden stellend untergebracht werden. Leider war Counselor Hama Holz erneut an rigellianischer Grippe erkrankt, und Lt. Kaner hatte sich beim unvorsichtigen Hantieren mit einer altertümlichen Schnittwaffe Verletzungen zugezogen. Dr. LaMarche weilte auf Außenmission, und das MHBD hatte schwer mit seiner Programmierung zu kämpfen, so dass keine geeigneten Behandlungsmethoden durchgeführt werden konnten.


Trotz dieser kleineren Handicaps wurde vom Captain mit einem Teil der Crew mit großem Eifer die Zubereitung der Nahrung auf der altertümlichen Feuerstelle in Angriff genommen. Das Endergebnis, ein typisches Gericht der dargestellten Epoche namens „Chili“, fand großen Anklang. 


 

Für den weiteren Verlauf des Abends waren eigentlich Lehrfilme der UFP über das richtige Verhalten in der gewählten Epoche geplant. Aufgrund eines weiteren technischen Versagens war es jedoch nur möglich, Filme über das Holodeck im Allgemeinen und über den richtigen Umgang mit Geheimdiensten vorzuführen.


Später am Abend kam es zu ersten Annäherungsversuchen zwischen der Crew und den anwesenden Holodeckfiguren. Zwecks Verbrüderung wurde die orientalische Friedenspfeife in Betrieb genommen. Auch konnte ein Mitglied der Crew dabei beobachtet werden, wie es mit einer der Holodeckfiguren ein zeittypisches Kartenspiel versuchte. 


 

Am nächsten Tag gegen Sternzeit 200805:1000 fand ein gemeinsames Frühstück statt. Nach den notwendigen Aufräumarbeiten gab es eine Dienstbesprechung der gesamten Mannschaft, bei der es hauptsächlich um die Teilnahme eines Teils der Crew an einer großen pangalaktischen Konferenz ging.

Im Anschluss daran stellte man sich der Herausforderung, möglichst zeitgerechte Kostüme anzulegen. Einigen Crewmitgliedern gelang dies recht überzeugend, jedoch herrschte auch bei etlichen Unklarheit über die genaue Kleiderordnung dieser Epoche.


Um Sternzeit 200805:1500 hielt Captain Sägg J. Dii die offizielle Eröffnungsansprache. Die Nummer Eins gab dann die Aufgabenstellungen für dieses Wochenende bekannt, die in mehreren Einzeltests zu verschiedenen Aspekten der gewählten Zeitepoche bestand, unter anderem „Faßrollen“, „Lassowurf“ und „Hufeisenwerfen“. Die Crew hatte den Nachmittag über Zeit, die einzelnen Bereiche einen nach dem anderen zu durchlaufen.


Ein holographischer Jahresrückblick erinnerte die Crew an glorreiche Momente des abgelaufenen 5. Jahres des Bestehens der Danubia. Gleich nach dieser Reminiszenz traf die Subraumnachricht ein, dass ein Admiral der UFP seine jährliche Aufwartung zum Jahrestag des Stapellaufs machen wolle. Es handelte sich um den berüchtigten Admiral McShrek aus Ge’orgien.


Auf die Warnung von Lt. Kaner hin ließ Captain Dii die Mannschaft vorsorglich antreten. Der Admiral war, wie sich herausstellte, von seinem Adjutanten direkt aus einem Holodeck-Trainingsprogramm für das UFP Marine Corps herausgeholt worden. Er erschien in voller Kampfmontur.


 

Natürlich war er nicht begeistert darüber, was er auf der Danubia vorfand, hatte er doch eine Parade und militärische Ehrenbezeugungen erwartet. Er verlieh seiner Enttäuschung lautstark Ausdruck. Zum Glück konnte die für ihn vorgesehene Begleitung für diesen Abend in Gestalt von Lady SutPuS und Lieutenant Narika Sil ihn erfolgreich besänftigen.



Die Crew konnte sich dann den Testaufgaben zuwenden.


Captain Dii und Lt Kaner machten einen kleinen Ausflug mit dem Captain’s Shuttle, um von dem extra deshalb engagierten Ehren-Neelix im Heimathafen Ratisbona die Verpflegung einzuholen. Wieder auf dem Holodeck, wurde das Essen nach mehreren Versuchen am lebenden Objekt unter Aufsicht von Sicherheitsoffizier StahlZ für genießbar erklärt und freigegeben. 

Captain Dii höchstpersönlich übernahm die Zubereitung der Targ- und Hlai -Schnitzel über der offenen Feuerstelle, wobei ein kleineres flammendes Inferno nicht ausblieb. Insgesamt jedoch wurde übereinstimmend festgestellt, dass natürliche Nahrung der Replikatorkost immer noch weit überlegen ist.


Nachdem alle Crewmitglieder, auch sämtliche Nachwuchsoffiziere, die Aufgaben erfolgreich abgeschlossen hatten, wurden die Ergebnisse bekannt gegeben. Am besten abgeschnitten hatte Lt. McQ, dicht gefolgt von Lt. Stomek und einem Zivilisten namens Astro, der als Gast anwesend war. Die Junioroffiziere wurden für ihr gutes Abschneiden besonders gewürdigt und erhielten eine Holodeck-Trainingseinheit mit dem Captain persönlich in Aussicht gestellt.


Anschließend kam endlich der schon für Freitag vorgesehene Lehrfilm über die ausgewählte geschichtliche Epoche zum Einsatz.


Die härteste Prüfung stand der Crew jedoch noch bevor. Die Nachwuchsoffiziere T’Ressa, Mara und Trillinchen hatten unter großem Aufwand einen Stress-Resistenztest in Sachen Dunkelheit und ungewohnte Situationen vorbereitet, der in einem simulierten Waldstück durchgeführt wurde. Die Crewmitglieder, Zivilisten und sogar die Holodeckfiguren hatten einzeln die vorgegebene Strecke zu durchlaufen. Die nötige Disziplin dafür wurde von der Crew der Danubia problemlos eingebracht, nur bei den Holodeckfiguren mangelte es teilweise etwas daran.


Das Aufsuchen der Quartiere erfolgte meist spät.



Am nächsten Tag war eigentlich in aller Frühe eine Mok’bara-Stunde von Sicherheitsoffizier StahlZ geplant, die aber aufgrund der nicht einstellbaren Umweltparameter ausfallen musste. Zudem zogen es die meisten Crewmitglieder vor, ihre Quartiere nicht allzu früh zu verlassen, mit Ausnahme von Fähnrich Puschel, der freiwillig die Frühwache übernahm und schon mit den Aufräumarbeiten begann. 


Ab Sternzeit 210805:1000 arbeitete dann die ganze Crew zusammen, um das Holodeck wieder in seinen Normalzustand versetzen zu können.


 

...und zum Schluss noch das Wort vom Counselor:


Es war für die Crew ganz wichtig, einmal wieder etwas Freizeit miteinander zu verbringen. Nach all dem Stress der letzten Missionen und dem Ärger mit des Sternflottenkommando in Bezug auf Moral und Disziplin auf der USS Danubia wurden hier Zusammenhalt und Teamfähigkeit gefördert.


Natürlich gab es auch Probleme. So wurde der Befehl des Captains, Sommerwetter für das Holoprogramm einzusetzen, nicht ausgeführt. Lag es nun am technischen Unverstand des Programmierers, Botschafter Prosecco, oder ist der gesamte Umstand auf absichtliche Handlung zurückzuführen (wahrscheinlich letzteres, da die etwas exzentrischen Charaktereigenschaften der Holofiguren doch auf beachtliche Programmierfähigkeiten schließen lassen) – wir wissen es nicht. Aber es ist gut, das wir darüber gesprochen haben.



Auch wurde von einigen Crewmitgliedern schlecht recherchiert, was die Zeitgeschichte betraf:


Die betazoidische Botschafterin verwechselte eindeutig die Mode der damaligen Zeit mit der Fellzeichnung der vorherrschenden Nutztierrasse. Fähnrich StahlZ vergriff sich in der Auswahl von Material und Farbe seiner Kopfbedeckung, Lady Sut puS wählte, zur großen Begeisterung des männlichen Teiles der Crew, eine (ihrem Namen durchaus entsprechende) etwas zu spärliche Gewandung und Fähnrich Heiko dachte wohl, es würde ausreichen, wenn er seine Sternflottenuniform mit der zeitgemäßen Kopf- und Fußbekleidung kombinierte.


Fast vollkommen versagt hat, wie leider viel zu oft, die medizinische Versorgung. Dr LaMarche befand sich auf Außenmission, und das MHBD war zwar aktiviert, aber völlig falsch gekleidet und wieder einmal nicht einsatzbereit. Ich würde dem Captain empfehlen, dem Holodoc die Autorisation zur Eigenprogrammierung zu entziehen. Als holographisches medizinisches Programm braucht man KEINE Eigenerfahrung mit allen möglichen und unmöglichen Krankheiten!! Ein Lob hier auf Krankenschwester Sut puS, die ehrenhaft die Stellung hielt.


Trotz alldem war die allgemeine Stimmung sehr positiv. Nicht zuletzt war das, wie immer, auch der Verdienst unserer unermüdlichen Nummer Eins. Den Propheten sei Dank!

U.S.S. DANUBIA

MISSIONSBERICHT