Halloween - Der Pfad der Verdammnis

Freitag, 31. Oktober 2003

Samstag, 1. November 2003

Autor: Captain Sägg J. Dii


Bericht zur Halloween Mission "Der Pfad der Verdammnis"



Ein Teil der Crew traf sich vor Holodeck 1 um dort Halloween zu feiern. Ein altes Erdenfest.


Die Halloweenveranstaltungen auf der Danubia waren berühmt. Es war jedes Jahr eine Riesengaudi. Dieses Jahr hatte Counselor Hama eine Geschichte geschrieben, die Lieutnant McThorn zu einem Holoprogramm verarbeitet hatte. Die Crew wollte sich zu Sternzeit 311012003800 auf Holodeck 1 treffen.



Als ich mit Com. Olek dort eintrafen, waren bereits einige seltsame Gestalten versammelt. 


Teilweise war nur sehr schwer zu erkennen, wer unter den phantasievollen Masken stecke. Der große blasse Teufel mit dem schwarzen Umhang war sicher Fähnrich Kaner. Oder doch nicht, vielleicht Lieutnant t’Kener?


„So, dann können wir doch wohl hineingehen,“ forderte ich alle auf.


„Nein Sir,“ das bucklige Wesen mit der krächzenden Stimme war auch nicht leicht zu erkennen. „Wir warten noch auf Captain Zip, „sie wollte noch mal die Strecke überprüfen.“


In diesem Moment öffnete sich die Tür zum Holodeck. Eine schwarze Gestalt stolperte heraus. Es war Chefingenieur McThorn. „Commander,“ er wandte sich an den 1. Offizier. „ Es ist schief gegangen. Das Programm beansprucht zu viel Speicherplatz. Der Captain und Lieutenant In’Ternet....“


„Was ist genau los?“ fragte ich nach.


„Das Programm hat sich verselbständigt, gewissermaßen. Es läuft einfach. Es ist nicht mehr zu beeinflussen. Der Captain und der Lieutnant sind drin. Und die Sicherheitsprotokolle sind ausgefallen. Dem Captain kann da drin wer weiß was passieren.“


„Können Sie sie nicht rausholen?“


„Nein, sie befindet sich irgendwo im Programm. Ich könnte es ausschalten, aber dann kann ich nicht für den Captain garantieren."


Der 1. Offizier ergriff das Wort: „Dann gehen wir hinein. Das war ja schließlich ausgemacht. Wir spielen das Spiel bis zum bitteren Ende. Oder bis wir den Captain gefunden haben.


„Aber die Sicherheitsprotokolle, Sir.“ Der Sprecher war ein zwei Meter großer Kerl in Schwarz mit einer Sichel in der Hand.“


Der 1. Offizier schaute in das knöcherne Gesicht : „Haben Sie denn überhaupt keinen Abenteuergeist, Wolski?“


Sie wandte sich um und betrat das Holodeck. Die Crew folgte. Die Tür schloß sich geräuschvoll und integrierte sich in die Umgebung. Es war Nacht, leichter Nebel wabberte. 


Der Chefingenieur meldete sich zu Wort: „Jetzt kann ich nichts mehr tun. Der Ausgang wird sich erst wieder aktivieren, wenn das Spiel zu Ende ist.“ Der Counselor und der 1. Offizier hielten eine kurze Lagebesprechung.



Plötzlich ertönte eine krächzende Stimme und eine kleine Gestalt mit einer Karte in der Hand stand vor ihnen:,


So, das gruseln möchtet ihr lernen? Mhhh. Was kann ich euch da empfehlen? Ahh, das wäre genau richtig für euch! DER PFAD DER VERDAMMNIS!!!!!!


Die Gestalt erklärte uns den Weg; auf diesem waren zusätzlich noch einige Aufgaben zu erledigen. Unser Auftrag war es, den Weg der Verdammnis bis zum Ende –dem „Schlachthof“- zu durchwandern. Dort sollten wir dann unseren Captain und Lt. In`Ternet treffen. 


Nach dieser Bekanntgabe löste sich die Gestalt unter lauten Gekreische auf und zerfloss zu grünem Schleim.


Wir ließen uns die gestellten Aufgaben nochmals durch den Kopf gehen und machten uns auf den Weg.



Zum Glück hatten wir noch ein Erdmöbel ins Programm integriert, in dem wir Proviant und warme Getränke mitführten. Nach der Beschreibung der Hologestalt, war mit einer langen und anstrengenden Aufgabe zu rechnen.



Der Pfad führte uns über den Berg der Ziege zu einem Hexenhäuschen. Die dort gestellte Aufgabe konnten wir problemlos lösen. Die jungen Fähnriche T`ressa, Trillinchen und Mara begaben sich tapfer in das kleine Hexenhäuschen und lösten die dortige Aufgabe. 


Wir kämpften uns weiter durch die Finsternis und kamen an den Sumpf der verlorenen Seelen. Auch dort schafften wir es ohne Verluste, die gestellte Aufgabe - ein Licht vom Wächter des Sees zu erobern- zu erledigen. 


Danach galt es einige Hindernisse auf dem weiteren Weg zu überwinden: Die Brücke des Schicksals, den Schlund des Drachen oder den Todeskreisel, um nur einige zu nennen. Mit vereinten Kräften konnten wir jedoch alle Schwierigkeiten, die uns der Pfad der Verdammnis aufbürdete, überwinden.


Vorbei am blinden Zauberer Gessler gelangten wir schließlich zu den Mörderkürbissen.


Es war gar nicht so einfach, zwischen den ganzen restlichen Kürbisleichen den verbliebenen grünen Kürbis ausfindig zu machen. Aber letztendlich konnten wir ihn doch retten.



Mit der Barke des Todes gelangten wir schließlich zum Schlachthaus. Ohne Verluste hatten wir den Pfad der Verdammnis beschritten. 


Nachdem wir am Ziel angekommen waren, schalteten sich die Sicherheitsprotokolle wieder ein und das Programm lief normal. 



Im Schlachthaus, einer der Erde nachempfundenen Bar, liesen wir den Halloweenabend schließlich ausklingen.


Trotz des defekten Holodecks wurde es wieder eine gelungene Halloweenveranstaltung.

U.S.S. DANUBIA

MISSIONSBERICHT